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Editorial


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Liebe Leserinnen, liebe Leser,



heute war wieder mal so ein Tag, an dem ich von einer Tätigkeit zur nächsten übergegangen bin, direkt und unmittelbar, den ganzen Tag lang, mich geradezu auflösend in meinem Tun, jedoch bei vollem Bewusstsein hierüber, nicht hetzend, aber auch nicht unnötig verweilend, sondern einfach durchgegangen durch das, was zu tun war, damit das Reiki Magazin erscheinen kann, Menschen bei mir Reiki erlernen können und weitere Dinge geschehen können, die ich anstrebe oder mit denen ich anderen Menschen helfen kann.

Es ist ja wirklich unglaublich, was für eine Vielzahl von kleinen Vorgängen da zusammenkommt, wenn man sich das einmal genau anschaut: Telefongespräche, E-Mails, persönliche Begegnungen, Gespräche, beratender Art, mitfühlender Art, unterstützender Art, im Austausch miteinander sein, ganz für sich, lernend, mit natürlichem Interesse, mit Disziplin, schöpferisch, ordnend, kreativ, verwaltend...

Und dann das Hier-und-Jetzt, in all diesen Momenten, d. h. vollkommen anwesend sein, präsent sein, sein - auch wenn es mal etwas schwierig wird. Ob Regen oder Sonnenschein, ein Gespräch in die USA oder mit dem Nachbarn, Rasen mähen oder Schlussredaktion, im Reiki-Kurs oder bei meinen Eltern, Spinat oder Gummibärchen, ein Vortrag oder beim Zahnarzt - eben das Leben! “Sei dankbar für alles Lebendige”, so lehrte Takata, und: “Sei freundlich zu den Menschen”, wie Usui uns ans Herz legt. Tägliches Tun, tägliche Begegnungen, tägliches Sein.

Und bei all dem nicht aus den Augen verlierend, was essenziell wichtig ist, für mich und für andere Menschen. Und was essenziell zählt: Bin ich in Verbindung mit meinem inneren Wesen? Bin ich in Verbindung mit dem inneren Wesen anderer Menschen? Mit dem inneren Wesen des Universums? Was ist jetzt zu tun, damit es “in richtiger Weise” weitergeht, d. h. in einer Weise, dass die Menschen in meinem Umfeld genährt werden, dass ich genährt werde, dass die Welt genährt wird? Oder, wenn es einmal nicht darum geht, genährt zu werden, dass dann immer noch das Richtige geschieht? Dass dann in Liebe verringert wird? Dass Fehlhaltungen überwunden werden? Dass es uns und der Erde gut geht?

Im Kleinen fängt es an, in meinem Leben, und wird zum Großen, wenn ich dran bleibe, wenn meine Haltung aufrichtig ist und wenn ich alles gebe: “Arbeite hart (an dir)!”, gab Usui uns mit auf den Weg, und: “Sei dankbar!” Gerade heute fand ich ein Zitat, das ich vor einigen Jahren notiert hatte, mit dem Gedanken, es später einmal zu verwenden. Heute ist dieses “später”. Hier ist das Zitat:

“Ich glaube, dass der ultimative Weg zur Erleuchtung in der Kultivierung von Dankbarkeit besteht. Wenn man dankbar ist, verschwindet die Angst. Wenn man dankbar ist, verschwindet der Mangel. Wenn man dankbar ist, verschwindet die eigene Wichtigkeit. Man spürt, dass das eigene Leben auf eine einmalige Weise gesegnet ist, aber gleichzeitig fühlt man sich als ein Teil von allem, was existiert, und man weiß, dass man nicht die Quelle davon ist. In diesem Zustand wirkt man anders auf die Menschen um einen herum. Einfach nur beim Herumlaufen strahlt man dies aus.”
(Craig Hamilton)

Laufen wir “in Dankbarkeit herum”, ganz in Usuis und Takatas Sinne! Zeigen wir keine Angst oder Sorge, und erleben wir keinen Mangel, sorgen wir uns nicht! Seien wir damit ganz natürlicherweise freundlich zu den Menschen. Und arbeiten wir damit ganz natürlicherweise hart an den Dingen, die uns wichtig sind, mit Aufrichtigkeit und aus vollem Herzen - und damit auch an uns! In diesem Sinne wünsche ich viel Freude mit der neuen Ausgabe des Reiki Magazins!


Oliver Klatt